Montag, 2. Mai 2011

Heimweh

Ich will nach Hause. Nach E., in meine Heimat. Ich halte das Leben in Hamburg nicht mehr aus, es ist so… erstickend. Ein Gefängnis aus Stahl und Beton, eine erdrückende Last aus Menschen, Technik, Enge und Tod. Tote Häuser, tote Straßen. Ich will meine Freiheit zurück, meine Felder, meine Kleinstadtghettogangster.
Meine Mutter sagt, das ist nicht möglich. Unerreichbar sei der Traum, wieder zuhause zu sein. Unerreichbar der Traum, wieder das Leben zu leben, das so bittersüß an mir vorbeiflog…

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~Gedanken~
Ich will keinen verdammten Kletterkurs! Ich will zurück, zurück zu meinen Freunden! Du verstehst es nicht, das war klar, aber Freunde sind mir wichtig! Es ist mir sch**ßegal, dass du mit deinen Eltern damals alle 2 Jahre umgezogen bist, was geht das mich an? Ich habe nicht von klein auf ein Nomadenleben geführt, ich habe Freunde! Und was wichtiger ist: Ich habe Freunde, die mich vermissen, die ich vermisse, die mein Leben sind!
Du lebst vielleicht dein Leben, hast dein Leben auch damals schon gelebt. Weißt du, was ich lebe? Ich lebe die kalte Hülle, die sich mein Körper nennen darf. Die nur dazu dient, meinen Geist mit dem anderer zu verknüpfen! Meinen kranken Geist, der genug Probleme hat, die du auch noch kennst! Die du nicht erkennen willst! Die du womöglich nichtmal erkennen kannst…
Was erwartest du von mir, einer Marionette eines Paradoxons? Dass ich Luftsprünge mache, weil sich mir hier so viele Möglichkeiten bieten? Ich wünschte, es wäre so, aber eine Marionette kennt keine Möglichkeiten. Eine Marionette kennt nur "Arm hoch, Arm runter", eine Marionette WILL keine Möglichkeiten, eine Marionette will ihr eigenes Puppentheater, egal wie arm, klein, unbekannt und schlicht es ist. Eine Marionette will nach Hause…

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